Leine-Zeitung vom 29. Mai 2012 Rekorde purzeln am Kaliberg

Das Dutzend ist voll. Und auch bei der 12. Auflage ist der Bokeloher Triathlon wieder ein Spektakel der Ausdauerdreikämpfer gewesen. „Ich bin super zufrieden. Besser kann es kaum laufen“, sagte Cheforganisator Heinz Wellmann.

Und geadelt wurde das Rennen am Kaliberg auch. Nicht nur die komplette Niedersachsen-Spitze war anwesend – von den Schülern über die Landesmeisterschafts- und Landesliga- Starter bis zu den Volkstriathleten schwammen fast 800 Starter im Freibad ihre Bahnen und machten sich hiernach auf Radstrecke sowie Laufrunde – auch gehört Bokeloh nun zu den vier größten Veranstaltungen in Niedersachsen.

 

Und seit diesem Jahr auch zu den schnellsten Rennen. Denn die Ein-Stunden-Marke, an der sich bisher alle Teilnehmer die Zähne ausgebissen hatten, wurde dank der Asse in diesem Jahr gleich zweimal unterboten. Nach 700 Metern im Bad, der 21,2-Kilometer-Radrunde und den vier Laufrunden mit insgesamt 5,4 Kilometern kam Jan Raphael (Hannover 96), immerhin amtierender Vize-Europameister auf der Ironman-Distanz, nach 58:02 Minuten ins Ziel. „Ich war schon sieben Mal hier. Es war immer toll, bei Sonnenschein immer beste Stimmung und ich habe immer gewonnen“, sagte Raphael. Doch in diesem Jahr riss eine Serie. Denn Jonas Schomburg vom SC Langenhagen, der im Vorjahr in1:01:01 Stunden gewonnen und die Bestmarke aufgestellt hatte, holte sich seinen Streckenrekord zurück. In der letzten Startgruppe, in der es für Junioren und Jugend auch um die Niedersachsen-Titel ging, brauchte er nur 57:23 Minuten und entriss Raphael Sieg und Rekord wieder.

In diesem Titel-Rennen hatte auch Lokalmatadorin Clara Sophia Ahrbecker ihren Auftritt. In 1:18:49 Stunden lief sie ungefährdet dem Juniorinnen-Titel entgegen.

Das Gros der Bokeloher Starter war da allerdings schon im Ziel. „Unsere Landesliga-Starter habe ich in eine frühe Startgruppe eingeteilt – damit sie danach noch Helferdienst übernehmen können“, sagte Wellmann. So mussten auch die Brüder Lukas und Timo Piatczyc nach der Verschnaufpause ran. Weil Trainer Sven Weber nicht in der Liga startete, war Lukas, der Jüngere von beiden, Bester im Landesliga-Team, das unter den 40 Mannschaften immerhin Zwölfter wurde. „Es ist aber nicht schlimm, gegen den jüngeren Bruder zu verlieren. Diese Hitzeschlacht war schlimmer“, meinte Timo Piatczyc. Immerhin lag auch er vor Vater Markus, der als sechster Bokeloher den Sprung ins fünfköpfige Team knapp verpasste. „Es macht dennoch riesig Spaß, hier mit der ganzen Familie dabei zu sein“, sagte das Familien-Oberhaupt. Auch die Töchter Kaja und Inka in den Schüler-Rennen und Mutter Jolanta als Betreuerin waren dabei.

Nicht in der Landesliga, sondern als Test für den Regionalliga-Auftakt am kommenden Wochenende gingen die Bokeloher Damen an den Start. Und sie zeigten gute Form. Scarlett Tegtmeier, Jennifer Göing, Clara Sophia Ahrbecker und Vanessa Rodewald lagen im Vorderfeld. Auch Katharina Grages kämpfte sich trotz Problemen beim Laufen noch im ersten Drittel ins Ziel. Beim Bokeloher Familien-Spektakel der Triathleten gehörte auch sie dazu.

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